Pascal Krause wechselt in den krisensicheren GaLaBau

Vom Biologie-Studium auf die Baustelle

Studium in der Tasche aber Flaute auf dem Jobmarkt?

Warum ein krisensicherer Neuanfang genau richtig ist

Fünf Jahre Studium, der Abschluss in der Tasche – eigentlich sollte jetzt alles laufen. Doch genau das tat es nicht.

Pascal Karause hatte in Halle Biologie studiert, weil ihn Naturwissenschaften schon in der Schule begeistert hatten. Komplexe Zusammenhänge verstehen, analytisch denken, im Labor arbeiten – all das entsprach seinen Stärken. Der Weg schien klar vorgezeichnet: Studium, vielleicht Forschung, vielleicht ein Job in der Pharmaindustrie. Ein solider Plan, wie ihn viele verfolgen.

Doch dann kam das echte Leben dazwischen. Inzwischen arbeitet Pascal seit einem Jahr bei Friedrichs Garten- u. Landschaftsbau, Tiefbau GmbH.

Jobsuchender Biologe wechselt vom Labor in den GaLaBau

Wenn der Plan nicht aufgeht

Für die Liebe zog Pascal nach Braunschweig. Ein neuer Ort, neue Möglichkeiten, ein neuer Abschnitt – zumindest in der Theorie. In der Praxis stellte sich die Jobsuche jedoch als schwieriger heraus als gedacht.

Laborstellen waren rar, Unternehmen in der Pharmabranche kämpften mit Unsicherheiten, und Bewerbungen blieben trotz abgeschlossenen Studiums ohne Erfolg.

„Ich habe mich irgendwann gefragt: Wie krisensicher ist das eigentlich alles?“

Diese Unsicherheit traf ihn nach dem langen Studium unerwartet, weil sie mehr infrage stellte als nur einen Arbeitsplatz. Plötzlich ging es nicht mehr nur um Bewerbungen, sondern um Sinn, Zufriedenheit und Zukunft.

Die entscheidende Frage

In dieser Phase stellte er sich eine einfache, aber ehrliche Frage: Was mache ich eigentlich wirklich gern?
Die Antwort lag näher, als er gedacht hatte – und sie überraschte ihn weniger, als man vermuten würde.

„Gartenarbeit hat mir schon immer Spaß gemacht. Schon früher bei meinen Großeltern auf dem Dorf. Dort habe ich zum Beispiel beim Bau einer Einfahrt geholfen.“

Es waren genau diese Momente, in denen er mit den Händen gearbeitet, draußen gewesen und am Ende des Tages ein sichtbares Ergebnis vor sich gehabt hatte, die ihm in Erinnerung blieben. Also begann er zu recherchieren, suchte gezielt nach Garten- und Landschaftsbau-Betrieben in der Region und stieß dabei auf einen größeren Betrieb mit Fokus auf Pool- und Teichbau. Eine konkrete Stellenausschreibung gab es nicht, lediglich den Hinweis: Wir suchen Landschaftsgärtner.

Er entschied sich für eine Initiativbewerbung bei genau diesem Betrieb, da er sein Wissen aus der Biologie sicherlich im Bereich Poolbau gewinnbringend einbringen könnte.

Was dann geschah, ging schneller als erwartet: Montag Probearbeiten, Dienstag Arbeitsvertrag.

Das Gespräch verlief unkompliziert und ehrlich. Auf die Frage „Was kannst du schon?“ antwortete er offen – ohne große Inszenierung. Danach folgte das Probearbeiten. Und schon nach dem ersten Tag war ihm klar, dass es passen könnte.

„Dieser Teamspirit, diese Dynamik – man merkt sofort, ob man zusammenpasst.“
Montag ging Pascal zum Probearbeiten, am Dienstag hielt er bereits den Arbeitsvertrag in der Hand. So schnell kann ein neues Kapitel beginnen, wenn man den Mut hat, die Richtung zu ändern.

Das Wissen aus dem Biologiestudium im Poolbau und bei Pflanzarbeit einbringen

Weil man sieht, was man geschafft hat

Natürlich war der Einstieg nicht perfekt, da Pascal keine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau hatte. Die Möglichkeit, die klassische Ausbildung nachzuholen, war für ihn keine Option, da das für ihn finanzielle Einbußen bedeutet hätten. Deshalb entschied er sich für den direkten Einstieg und setzte parallel auf Weiterbildung. Er lernte auf der Baustelle, fragte Kollegen, war neugierig und eignete sich Schritt für Schritt das nötige Fachwissen an.

Ja, der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Wetter, Temperaturschwankungen und frühes Aufstehen gehören dazu. Der erste Monat draußen war anstrengend, vor allem weil sich der Körper erst an die neue Belastung gewöhnen musste. Doch mit der Zeit trat etwas anderes in den Vordergrund: die starke Teamarbeit, die Arbeit im Freien und vor allem das sichtbare Ergebnis der eigenen Leistung.

„Beim Poolbau oder Teichbau siehst du am Ende des Tages, was du mit eigener Kraft geschaffen hast.“

Genau das hatte ihm zuvor gefehlt – dieses direkte Feedback, dieses Gefühl, etwas Bleibendes geschaffen zu haben. Und mit diesem Gefühl kam etwas zurück, das er in seinem alten Berufsweg vermisst hatte: echte Zufriedenheit.

Viele denken darüber nach – wenige trauen sich

Der Garten- und Landschaftsbau ist offen für Quereinsteiger, und viele kommen aus ganz unterschiedlichen beruflichen Richtungen. Entscheidend ist weniger der perfekte Lebenslauf als vielmehr die Bereitschaft, anzupacken, zu lernen und Teil eines Teams zu werden.

„Man muss sich einfach trauen. Reinschnuppern.“

Ein Berufswechsel ist kein kleiner Schritt, sondern eine bewusste Entscheidung gegen das Gewohnte und für etwas Neues. Doch manchmal liegt genau darin die Chance, wieder Freude an der eigenen Arbeit zu finden. Pascals Geschichte zeigt, dass ein Neuanfang nicht bedeutet, dass der bisherige Weg falsch war – sondern nur, dass er nicht der richtige für immer gewesen ist.

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