Wechsel- und Entwicklungschancen im GaLaBau

Wechslergeschichten

Wechsel- und Entwicklungschancen im GaLaBau

Viele ArbeitnehmerInnen entscheiden sich dafür, ihre Leidenschaften im beruflichen Umfeld auszuleben oder eine sinnstiftende Tätigkeit zu suchen. Der berufliche Werdegang von Nikola Beck zeigt, wie man über Umwege und mithilfe überzeugter Entscheidungen seinen beruflichen Weg findet. Gleichzeitig hat er es geschafft, seinen persönlichen Interessen im Job nachzugehen und einen Beruf auszuüben, mit dem er wirklich etwas bewegen kann.

Wer seine berufliche Sinnsuche mit dem Jobwechsel umgesetzt hat, sollte aber an seine Zukunft denken. Der Garten- und Landschaftsbau bietet viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten für ArbeitnehmerInnen, die sich stetig weiterentwickeln wollen.

Wie kann ein Wechsel in den GaLaBau ablaufen und was kommt danach? In diesem Beitrag erfährst du dazu mehr.


Der Jobwechsel von Nikola Beck: Vom betriebswirtschaftlichen Studium hin zur beruflichen Neuorientierung

Der 25-Jährige zählt zu den wenigen ArbeitnehmerInnen, die beruflich ihren Traum konsequent umsetzen. Doch geht er nicht nur einer Tätigkeit nach, die ihm Spaß macht, sondern mit der er gleichzeitig Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz mitpraktiziert.

Bevor Nikola Beck die Entscheidung traf, Baumpfleger zu werden und im Garten- und Landschaftsbau Fuß zu fassen, schloss er sein BWL-Studium ab. Während eines sechsmonatigen Praktikums im Controlling begann er sich Gedanken über seine berufliche Zukunft zu machen. Seinen bisherigen Werdegang stellte er bei diesen Überlegungen infrage: er erkannte keinen Sinn, in dem, was er tat und war mit seinen Zukunftsaussichten – zukünftig 40 Stunden in der Woche im Büro arbeiten zu müssen – unzufrieden.

Wie wurde der 25-Jährige aufmerksam auf die Tätigkeit des Baumpflegers? Er suchte gezielt nach einem Beruf, bei dem er sein Hobby – das Klettern – und seine Leidenschaft für die Natur, ausüben konnte. Im Rahmen seiner Internetrecherche entdeckte er viele Videos und Artikel, die ihm den Berufsalltag des Baumpflegers näherbrachten und sein Interesse weckten. Die Aussicht, seine Liebe zur Natur und seine Kletterleidenschaft vielleicht im Garten- und Landschaftsbau auszuüben stärkt Nikola Beck in seinem Wechselwunsch.

Familie und Freunde unterstützen den Jobwechsel

Im Rahmen seiner digitalen Recherchen konnte er über die Fachbetriebssuche auf galabau.de vier bis fünf Fachbetriebe in seiner näheren Umgebung finden. Mit diesen Betrieben trat er in Kontakt und vereinbarte dann ein zweiwöchiges Praktikum bei der Frank Bechstein Baumpflege GmbH im Bereich Baumpflege.

Die Überraschung in der Familie und bei Freunden war groß als er über seinen geplanten Jobwechsel erzählte. Während seiner Praktikumszeit und in seiner Tätigkeit als Baumkletterer im GaLaBau bemerkten sie seine wachsende Zufrieden- und Ausgeglichenheit. Die offensichtliche Begeisterung für den Job zeigte ihnen, dass Beck seinen Traumberuf gefunden hatte. Ab diesem Zeitpunkt war die positive Unterstützung seitens Familie und Freunde groß.

Praktikum: Dreh- und Angelpunkt für die Jobwechselentscheidung

Ausschlaggebend für Nikola Becks finale Entscheidung, in den Garten- und Landschaftsbereich zu wechseln, war das zuvor genannte zweiwöchige Praktikum bei der Frank Bechstein Baumpflege. Während dieser Zeit packte er mit an und übte typische Aufgaben und Tätigkeiten aus. Zum Praktikumsabschluss durfte er einen ersten Baum erklimmen.

Nach einer spannenden und kurzweiligen Praktikumsphase benötigte er nur eine einwöchige Bedenkzeit und entschied sich schlussendlich für die Tätigkeit als Baumpfleger. Mithilfe der Seilklettertechnik (SKT) kann er bei der Baumpflege viele Maßnahmen zum Erhalt der Vitalität des Baumes umsetzen. Dabei ist es wichtig, baumschonend und sicher überall hinzukommen – oft nur mit SKT möglich.

Die Berufsbezeichnung „Baumpfleger“ ist in Deutschland nicht geschützt. Die Berufsgenossenschaft schreibt aber einige Mindestqualifikationen je nach Tätigkeit des Baumpflegers voraus. Die Kletter-Anforderung brachte Nikola Beck durch sein Hobby – das Klettern – bereits mit. Viele Tipps und Tricks erlernte er von seinen Arbeitskollegen. Learning-on-the-Job steht auch in diesem Beruf an der Tagesordnung.

Tipps von Nikola Beck für angehende Wechsler

Langweilig wird es dem 25-Jährigen auf jeden Fall nicht. Er genießt es, jeden Tag draußen und an unterschiedlichen Einsatzorten körperlich aktiv zu sein. Gleichzeitig ist er erleichtert, dass sein Arbeitsumfeld nicht von den Auswirkungen der Pandemie betroffen ist – sein Arbeitsplatz ist sicher.

Nikola Beck ist sich sicher, dass Menschen, die ihren Beruf wechseln wollen, einen Platz im Garten- und Landschaftsbau finden können. Ein Praktikum oder einen Probetag zu absolvieren, bevor man seine Schlussentscheidung trifft, empfiehlt er sehr. Denn nur so könnte man von den Anforderungen und Tätigkeiten des Berufs ein gutes und vollständiges Bild erhalten. Wer nach einem sinnstiftenden Beruf Ausschau hält und sich gerne in der Natur bewegt, trifft seiner Meinung nach auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Weiterentwicklungsmöglichkeiten: Wie könnte es bei Nikola Beck jetzt weitergehen?

Wechsler, die wie Nikola Beck schon einen akademischen Abschluss haben, wollen sich, sobald sie mit beiden Beinen in der grünen Branche stehen, vielleicht gezielt weiterentwickeln.

Auf der ersten Stufe der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten steht dabei der European Tree Worker (ETW). Das ist ein in 21 europäischen Ländern anerkannter Abschluss. Der ETW dokumentiert, dass der Inhaber alle Arbeiten am und im Baum durchführen kann – und das unter Berücksichtigung des Natur-, Umwelt- und Unfallschutzes. Der Ausweis, den ETW-Absolventen erhalten, ist für drei Jahre gültig und muss anschließend verlängert werden. Die Absolventen werden zusätzlich bei der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftbau e.V. (FLL) als FLL-zertifizierte Baumkontrolleure anerkannt.

Im nächsten Schritt können Interessenten, die den ETW-Abschluss gemacht haben, den Aufbaukurs European Tree Technician (ETT) absolvieren. Der ETT eignet sich für allen, die in das mittlere Management im Baumpflege-Bereich aufsteigen wollen. Teil des Kurses sind Baumphysiologie, Standortfaktoren und Artenauswahl, Arbeitsweise, Baumpflegemaßnahmen, -diagnose und -bewertung.

Es gibt die Möglichkeit, den Bachelor Professional Baumpflege (Geprüfte/r Fachagrarwirt/in Baumpflege) zu studieren. Dafür benötigst du

- einen Abschluss in den Ausbildungsberufen Forstwirt/Forstwirtin, Gärtner/Gärtnerin oder Landwirt/Landwirtin oder
- einen Abschluss in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf sowie eine auf diese Berufsausbildung folgende Berufspraxis, die mindestens drei Jahre beträgt, oder
- eine fünfjährige Berufspraxis.

Das Tätigkeitsfeld von Bachelor-Absolventen umfasst Baumdiagnose und Baumpflegemaßnahmen, Betriebs- und Unternehmensführung, Mitarbeiterführung und Personalmanagement.

Daneben können sich Interessenten für den Studiengang der Arboristik entscheiden. Der gleichnamige Bachelor wird von der Fakultät Ressourcenmanagement der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen angeboten. Im Fokus des Bachelorstudiums steht das Management von Bäumen sowie die Entwicklung städtischer Natur. Studierende lernen, wie die Natur ein Stadtbild prägen kann und wie man die Themen Ökologie und Stadtentwicklung unter einen Hut bekommt.

Wechslern und Quereinsteigern stehen viele Türen bei ihrer Weiterentwicklung im Garten- und Landschaftsbereich offen. Du musst dich nur für eine der vielen Möglichkeiten entscheiden.

Mit Unterstützung oder Eigeninitiative: Für den Wechsel in den GaLaBau hast du viele Möglichkeiten

Den Jobwechsel kannst du wie Nikola Beck selbstständig anpacken. Du kannst dir aber auch Unterstützung holen. Du befindest dich bereits auf der Suche nach einer Tätigkeit im Garten- und Landschaftsbau? Dann wirf einen Blick in unsere Stellenbörse .

Du möchtest mehr über die Entwicklungsmöglichkeiten erfahren, dann werfe einen Blick auf https://www.galabaucamp.de/.

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